Die große Orgel der Ev. Stadtkirche

wurde im Jahr 1967, ein Jahr nach Einweihung der renovierten Stadtkirche, von der Echterdinger Orgelbaufirma Friedrich Weigle als op. 1147 er- baut. Sie ist damit Nach- folgerin einer aus dem Jahr 1861 stammenden Walcker-Orgel. Mit Rück- sicht auf das große Westfenster wurde die Orgel in zwei Türmen an- gelegt. Im rechten Turm ist das Pedalwerk unter- gebracht, im linken die drei Manualwerke. Aus Platzgründen ist die Standfläche der Orgel sehr klein gehalten, das Pfeifenwerk ist in mehre-

ren Stockwerken über- einander untergebracht. Ein frei stehender Spiel- tisch ermöglicht dem Or- ganisten eine ausgezeich- nete Hörkontrolle, die mit langen Trakturwegen erkauft wird. Der von Dr. Walter Supper entworfene Orgelprospekt setzt einen zeitgenössischen künstlerischen Akzent in der Bettelordenkirche. Mit ihren 51 klingende Registern wird die Orgel allen gottesdienstlichen und konzertanten Aufgaben gerecht. Als typische Universalorgel ihrer Zeit bietet sie die einer solchen Orgel entsprechenden klanglichen Voraussetzungen zur Darstellung der gesamten Orgelliteratur alter und neuer Zeit.

Disposition

 

Hauptwerk

1.

Quintatön 16'

2.

Prinzipal 8'

3.

Gemshorn 8'

4.

Rohrflöte 8'

5.

Oktave 4'

6.

Hohlflöte 4'

7.

Quinte 2 2/3'

8.

Flachflöte 2'

9.

Larigot 1 1/3' + 1'

10.

Mixtur 4-6 f. 2'

11.

Fagott 16'

12.

Helltrompete 8'

Brustwerk (Schwellwerk)

13.

Stillbourdon 16'

14.

Holzgedackt 8'

15.

Weidenpfeife 8'

16.

Prästant 4'

17.

Schwebend Harf 4'

18.

Rohrflöte 4'

19.

Nasatquinte 2 2/3'

20.

Oktavflöte 2'

21.

Terzflöte 1 3/5’

22.

Septimflöte 1 1/7'

23.

Blockflöte 1'

24.

Scharf 5 f. 1'

25.

Hautbois 8'

26.

Schalmey 4'

 

Tremulant

Erbauer

Orgelbau Weigle, Echterdingen op. 1147

Baujahr 1967

Prospektgestaltung

Dr. Walter Supper

Dispositionsentwurf

Dr. Paul Horn und

Dr. Walter Supper

Intonation

Gottlob Krämer

Mechanische Spieltraktur und Koppeln

Elektrische Registertraktur

Koppeln. I/P, II/P, IIIP, III/I, III/II, I/II

4 freie Kombinationen, 2 weitere freie Pedalkombinationen,

Feste Kombinationen: Tutti, Organo pleno, Zungenplenum, Zungenabsteller

Schwelltritte für Schwellwerk

Kronwerk

27.

Spitzgedackt 8'

28.

Quintviola 8'

29.

Prinzipal 4'

30.

Koppelflöte 4'

31.

Kleinprinzipal 2'

32.

Waldflöte 2'

33.

Spitzquinte 1 1/3'

34.

Nonenpfeif 8/9'

35.

Terz 1 3/5'

36.

Klingend Zimbel 4 f. 1/2'

37.

Krummhorn 8'

 

Tremulant

Pedalwerk

38.

Untersatz 32'

39.

Prinzipalbass 16'

40.

Subbass 16'

41.

Zartbass 16'

42.

Oktavbass 8'

43.

Spitzgamba 8'

O  44.

Rohrgedeckt 4'

O  45.

Choralbass 4' + 2'

O  46.

Basszink 3 f. 5 1/3'

O  47.

Hintersatz 3 f. 2 2/3'

48.

Posaune 16'

O  49.

Trompetenbass 8'

O  50.

Clarine 4'

   O  51.

Singend Kornett 2'

O     

Tremulant

O  auf separater Lade mit Wirkung des Tremulanten